
Zuckerindustrie
Kalkmilch
Kalkmilch
Bei der Zuckerherstellung wird der Rohsaft aus Zuckerrüben oder Zuckerrohr gewonnen. Nach der Gewinnung enthält der Rohsaft noch verschiedene organische und anorganische Bestandteile, welche spätere Produktionsschritte stören würden. Diese Nichtzuckerstoffe müssen aus dem Dünnsaft entfernt werden.
In Kalköfen wird durch das Brennen von Kalkstein Kalk und Kohlendioxid gewonnen. Der Kalk wird dem Rohsaft in Form von Kalkmilch zugesetzt, damit Schwebstoffe ausflocken und die unerwünschten Nichtzuckerstoffe gebunden werden.
Ein französischer Zuckerproduzent setzt seit 9 Jahren eine Börger Drehkolbenpumpe für die Förderung der Kalkmilch ein. Der Zuckerproduzent ist vor allem von der Zuverlässigkeit und der langen Standzeit der Börger Pumpe begeistert.
Technische Daten
| Börger | Drehkolbenpumpe |
|---|---|
| Medium | Kalkmilch |
| Fördermenge | 30 m³/h |
| Druck | 3 bar |
Dicksaft
Dicksaft
Als Bioethanol bezeichnet man Ethanol, das ausschließlich aus Biomasse oder den biologisch abbaubaren Anteilen von Abfällen hergestellt wurde und für die Verwendung als Biokraftstoff bestimmt ist. Bioethanol kann aus allen Rohstoffen hergestellt werden, die Zucker oder Stärke enthalten. Häufig wird Bioethanol aus Dicksaft gewonnen. Dicksaft wird in einer Zuckerfabrik gewonnen.
Ein großer Ethanolhersteller benötigte eine Pumpe für die Entleerung von Tankwagen in denen Dicksaft angeliefert wird. Die Pumpe musste den leicht viskosen Dicksaft fördern können, selbstsaugend und druckresistent bis 8 bar sein.
Der Ethanolhersteller entschied sich für eine Börger Drehkolbenpumpe.
Technische Daten
| Börger | Drehkolbenpumpe |
|---|---|
| Medium | Dicksaft |
| Viskosität | 500 - 1.500 mPas |
| Fördermenge | 50 m³/h |
| Druck | 8 bar |
Füllmasse
Füllmasse
Ein Zuckerproduzent suchte eine neue Pumpe zum Fördern von Füllmasse. Der Kunde entschied sich für eine Börger Drehkolbenpumpe. Ausschlaggebend bei dieser Entscheidung waren neben dem niedrigen Preis und der Unempfindlichkeit gegen Zuckerkristalle vor allem die hohe Wartungsfreundlichkeit der Börger Drehkolbenpumpe.
Die Drehkolbenpumpe wird aufgrund der hohen Viskosität der Füllmasse mit einer Drehzahl von 100 UpM betrieben. Aufgrund der abrassiven Bestandteile des Mediums wurde die Pumpe mit austauschbaren Gehäuseschutzschalen und Premium Stahldrehkolben ausgestattet. Durch einfaches Lösen weniger Schrauben kann eine Wartung der Pumpe durch das betriebseigene Personal des Zuckerproduzenten vor Ort vorgenommen werden. (MIP = Maintenance in Place)
Technische Daten
| Börger | Drehkolbenpumpe |
|---|---|
| Medium | Füllmasse |
| Viskosität | 70.000 mPas |
| Fördermenge | 40 m³/h |
| Druck | 8 bar |
Magma
Magma
Ein Hersteller von Zucker suchte für die Förderung von Magma eine zuverlässige Pumpe, die das hochviskose und abrasive Medium fördern kann. Der Produzent entschied sich für eine Börger Drehkolbenpumpe.
Das Magma hat die Eigenschaft auszuhärten, wenn kein Durchfluss stattfindet. Um die Dichtungen der Börger Drehkolbenpumpe zu schützen und sauber zu halten, wurde eine Spüleinrichtung in die Pumpe integriert, über welche die Dichtungen bei jedem Stillstand gespült werden, um Anbackungen des Magmas an den Gleitflächen zu vermeiden. Die Börger Drehkolbenpumpe ist mit linearen Stahldrehkolben ausgestattet. Diese sind unempfindlich gegen die im Magma vorkommenden Zuckerkristalle und ermöglichen so eine lange Standzeit der Drehkolbenpumpen.
Der Kunde ist sehr zufrieden mit der Börger Drehkolbenpumpe und hat mittlerweile weitere Börger Pumpen bestellt.
Technische Daten
| Börger | Drehkolbenpumpe |
|---|---|
| Medium | Magma |
| Viskosität | bis 15.500 mPas |
| Temperatur | 60 - 70 °C |
| Fördermenge | 30 m³/h |
| Druck | 4,5 bar |
RZ-Ablauf
RZ-Ablauf
Ein großer deutscher Zuckerproduzent benötigte für ein Werk eine Pumpe zum Fördern von Rohzuckerablauf. Im Produktionsschritt Kristallisation wird dem Dicksaft in Verdampfungskristallatoren Wasser entzogen. Dabei bilden sich, unter Beigabe von sog. Impfkristallen, Zuckerkristalle. Die entstehende Kochmasse ist ein Gemisch aus 50% Zuckerkristallen und zähflüssigem Sirup. Nach dem Abkühlen in den Maischen werden in Zentrifugen die Zuckerkristalle vom zähflüssigen Weißzuckerablauf getrennt. Der abgeschleuderte Weißzuckerablauf kommt zum Auskristallisieren wieder in eine Kochstation. Der hierbei von den Zuckerkristallen getrennte Sirup wird Rohzuckerablauf genannt und wird in die NP-Station (Nachprodukt-Station) gepumpt.
Der Kunde entschied sich für eine Börger Drehkolbenpumpe. Den Kunden überzeugten vor allem die hohe Wartungsfreundlichkeit der Pumpe und die durchdachte Dichtungskonstruktion.
Technische Daten
| Börger | Drehkolbenpumpe |
|---|---|
| Medium | Rohzuckerablauf |
| Temperatur | 50 - 75 °C |
| Viskosität | bis zu 2.000 mPas |
| Fördermenge | 1,0 - 5,5 m³/h |
| Druck | 4 - 6 bar |
Kläre
Kläre
Ein Zuckerhersteller benötigte für das Fördern von Kläre eine Pumpe. Nachdem der aus Zuckerrüben gewonnen Dünnsaft gereinigt wurde und die Verdampfstation durchlaufen hat, wird er Dicksaft genannt.
Dem Dicksaft wird in der Kochstation bei vermindertem Druck weiteres Wasser entzogen. Ist eine bestimmte Zuckerkonzentration erreicht, werden dem eingedickten Saft feinste Zuckerkristalle, sogenannte Impfkristalle zugeführt. Durch weiteren Wasserentzug wachsen die Impfkristalle bis zur gewünschten Kristallgröße. Der Kristallisationsprozess wird dann beendet.
Der Kristallbrei wird zum Abkühlen in Maischen abgelassen. In Zentrifugen werden dann die Zuckerkristalle vom zähflüssigen Sirup durch Abschleudern getrennt. Dabei bleiben die Zuckerkristalle in einem Sieb hängen, während der Zuckersirup abfließt. Um Raffinade (besonders reiner und hochwertiger Zucker) herzustellen wird der kristallisierte Zucker nach Entstehung aufgelöst. Den aufgelösten Zucker nennt man Kläre. Kristallisiert man die Kläre erneut entsteht Raffinade. Dem Zuckerhersteller war es wichtig, dass die Pumpe während der Kampagne stabil läuft und vor Ort, ohne Ausbau und großen Aufwand, von den eigenen Mitarbeitern gewartet werden kann. Man entschied sich für eine Börger Drehkolbenpumpe.
Technische Daten
| Börger | Drehkolbenpumpe |
|---|---|
| Medium | Kläre |
| Temperatur | 90 - 92 °C |
| Fördermenge | 20 - 40 m³/h |
| Druck | 2 - 5 bar |
Melasse
Melasse
Ein Produzent von Alkoholen gewinnt aus Melasse (Nebenprodukt aus der Zuckerproduktion) Ethanol und Methanol. Die Melasse wird in Lagertanks gespeichert. Um die für die tägliche Produktion benötigte Menge vom Lagertank in einen Produktionstank (sog. D-Tank) zu fördern benötigte das Unternehmen eine neue Pumpe.
Die Pumpe musste viskose Medien fördern können, wartungsfreundlich und druckstabil sein. Außerdem suchte man eine Lösung zur Überdruckregulierung. Mit dem ursprünglich installierten Überdruckventil hatte man schlechte Erfahrungen gemacht. Das zuckerhaltige Medium setzte sich in der Öffnung des Ventils fest und verhärtete dort.
Der Hersteller von Trinkalkoholen entschied sich für eine Börger Drehkolbenpumpe mit einem Börger Variodeckel als Überdruckschutz. Die aus dem Förderdruck der Pumpe resultierende Kraft wirkt auf den Variodeckel. Solange die Federkraft größer als die Druckkraft ist, bleibt die Platte in der zur Förderkammer abdichtenden Position. Erhöht sich der Druck über die eingestellte Federkraft hinaus, so verschiebt sich die Platte axial und erlaubt damit ein Zurückströmen des Fördermediums. Bei abnehmendem Förderdruck schließt sich der Spalt wieder.
Technische Daten
| Börger | Drehkolbenpumpe |
|---|---|
| Medium | Melasse |
| Viskosität | 7.000 mPas |
| Fördermenge | 48 m³/h |
Palmzucker
Palmzucker
Ein großer thailändischer Zuckerhersteller suchte nach einer Lösung für die Abpackung von Palmzucker. Man entschied sich für eine Lösung mit einer Börger Drehkolbenpumpe.
Palmzucker wird aus dem Blutungssaft der Blütenstände von Palmen hergestellt. Der zuckerhaltige Nektar der Palmen wird aus den reifen Blütenständen durch Anschneiden gewonnen und in Behältern aufgefangen. Nach dem Absieben fester Pflanzenteile und anderer Fremdstoffe wird der Palmsaft zu einem Sirup eingekocht. Dieser wird weiter erhitzt bis die Kristallisation einsetzt. Der heiße Palmzuckersirup wird in einen Trichter gefördert.
In diesem Trichter wird der Sirup weiterhin umgerührt. Die Börger Drehkolbenpumpe ist unterhalb des Trichters installiert und fördert den Palmzuckersirup im Umwälzbetrieb. Die Drehzahl der Pumpe ist über einen Frequenzumrichter reguliert. Über ein Ventil wird der heiße Sirup in 1 kg Beutel abgefüllt. Der Sirup kühlt in diesen Beuteln aus und erstarrt.
Technische Daten
| Börger | Drehkolbenpumpe |
|---|---|
| Medium | Palmzuckersirup |
| Viskosität | 20.000 - 30.000 mPas |
| Temperatur | 50 - 80 °C |
| Fördermenge | 0,8 m³/h |
| Drehzahl | 60 UpM |
